Über St. Martin Friedensplatz in Heilbad Heiligenstadt
Eine Martinskirche wird erstmalig im 9. Jahrhundert in den Gedichten des Erzbischofs und Theologen Hrabanus Maurus genannt. Diese vorromanische einschiffige Hallenkirche für die Reliquien von zwei Heiligen, Aureus und Justinus, legte die Lage und die Ausrichtung für die folgende romanische Großkirche fest, die sich als wichtigste Kirche in der gesamten Region etablierte. Nachdem Heiligenstadt Teil des Erzbistums Mainz wurde, begannen die Bauarbeiten an der bis heute erhaltenen gotischen Kirche. Die in einer Bauzeit von über 200 Jahren 1485 fertig gestellte gotische Kathedrale wollte durch die hohen Säulen, die Leichtigkeit der Glasfenster und der geometrischen Ausrichtung die Ehre und Herrlichkeit Gottes zeigen und besticht auch heute