Über St. Kilian Unterm Berg 4 in Werra-Suhl-Tal
Die spätbarocke Ausstattung stammt aus dem 18. Jahrhundert. Chorgestühl und Herrschaftsstände an der Langhausnordseite zeugen von der Abgrenzung in der ständischen Gesellschaft, die sich auch in der Sitzordnung innerhalb der Kirche zeigte.
Eine traurige Geschichte erzählt man zum Orgelprospekt: Der Maler ertrank am Feierabend beim Baden in der Werra. Das Gotteslob „Alles was Odem hat/lobe den Herrn“ konnte er selbst nicht mehr fertig malen. Wo war Gott, fragt man sich beim Hören dieser Geschichte. Auch beim Betreten und Verlassen der Kirche können in der Turmhalle Zweifel an Gottes Güte kommen, denn den Raum beherrscht das Gedenken an Gefallene des Krieges von 1870/1871, des Ersten und Zweiten Weltkrieges.
Doch ohne den Glaube